Planung & Ausstattung

Elektromobilität stellt neue Herausforderungen die gemeistert werden müssen: Damit Elektrofahrzeuge in den Liniendienst eingesetzt werden können, müssen vorab Planungen durchgeführt werden. Des Weiteren müssen Werkstattsmitarbeiter sowie Fahrer geschult werden. Entdecken Sie hier einige Aspekte die berücksichtigt werden müssen.

Die Elektrifizierung von Buslinien ist vorrangig in verstädterten Gebieten voranzutreiben. Die Emissionswerte in diesen Bereichen sind aufgrund der immensen Verkehrsbelastung, im Vergleich zu Stadtumland und ländlichem Raum, zum Teil dramatisch erhöht.

Aus diesem Grund werden in der ersten Phase der Planung insbesondere die Linien analysiert, welche durch solch verdichteten Gebiete verlaufen. Somit kann zumindest die Emissionsbelastung durch die auf diesen Trassen verkehrenden Busse reduziert werden.

Die Implementierung rein elektrisch betriebener Fahrzeug in unsere Fahrzeugflotte stellt die operationelle Planung jedoch vor neue Herausforderungen.

Konnte man sich bei konventionell angetriebenen Bussen sicher sein, dass diese im Regelfall gesehen, den ganzen Tag im Linienverkehr genutzt werden können, treten an dieser Stelle bei der Verwendung von E-Bussen Aspekte zutage, welche diese Reichweite beschneiden und damit die gesamte Fahrzeugeinsatzplanung zu einer Reorganisation zwingen.

Derzeit liegt die durchschnittliche Reichweite der eingesetzten Elektrobusse bei ca. 200 Kilometern bevor sie nachgeladen werden müssen. Die Reichweite differiert jedoch zum Teil stark, je nach Einsatzbereich.

Bedeutsame Einflussfaktoren in Bezug auf die eingesetzten Batterien und damit auf die Reichweite sind beispielsweise:

  • - Topografie der Strecke
  • - Durchschnittsgeschwindigkeit
  • - Verkehrsfluss
  • - Fahrverhalten des Fahrers
  • - Strombedarf zusätzlicher Verbraucher (Heizung, Klimaanlage, …)
  • - Außentemperatur

 

 

Soll ein Fahrzeug von morgens bis abends im Einsatz sein, ist es unumgänglich dieses nachzuladen. Dies kann entweder auf der Strecke bzw. am Terminus geschehen oder in einem der Depots der Voyages-Weber-Gruppe. Frisch nachgeladen, ist das Fahrzeug wieder bereit auch die Rushhour am Nachmittag zu bedienen, um die Leute von der Arbeit wieder nach Hause zu bringen.

 

 

Die Ladezyklen müssen ebenfalls mit in die Planung aufgenommen werden, da der vorhandene Strom und die Ladebereiche in den Depots nicht unbegrenzt sind. Durch ein intelligentes Lademanagement können die Bedarfe gesteuert und die Übersicht gewahrt werden. Denn sollte ein E-Bus nicht lange genug nachgeladen worden sein, geht es nicht weiter.

Ebenso wichtig wie eine sorgsam geplante Fahrzeugeinsatzplanung sind weiterführende Schulungen des Werkstattpersonals, um die neue Technik warten und instand halten zu können. Zu diesem Zweck sind Spezialisten zum Depot nach Canach gekommen, um das Personal aus theoretischer und praktischer Sicht zu schulen.

Auch das Fahrpersonal muss angelernt werden, die neuen Fahrzeuge im Fahrbetrieb richtig zu bedienen. Dabei ist insbesondere auf eine vorausschauende Fahrweise zu achten und die Rekuperation maximieren zu können. Durch diesen Vorgang wird der Ladezustand des Fahrzeugs wieder angehoben. Die Fahrweise ist ein maßgeblicher Faktor im Hinblick auf die Reichweite der Elektrofahrzeuge.